Die drei Eisbären
Ländliches Lustspiel von Maximilian Vitus
23. Mai bis 27. Juli 2003
Burg Leuchtenberg
Regie: Josef Pausch
Auf dem Haldeggerhof ist der Notstand ausgebrochen: Die alte Haushälterin Veronika ist krank und liegt im Bett. Das heißt für ihre schon etwas alt gewordenen Pflegekinder, dass sie selbst die Hausarbeit übernehmen müssen. Die drei Junggesellen Peter, Pauli und Juliander müssen selber kochen, putzen und waschen. Jeden Tag gibt es den selben Fraß und mit der Hygiene ist es auch so eine Sache. Vor allem dem Jüngsten, Juliander, wird klar, dass eine Frau im Haus doch sehr hilfreich wäre (und überhaupt ...). Doch die beiden Älteren streiten dies vehement ab und beteuern, nie zu heiraten, da Frauen und Kinder nur die Ruhe und den Frieden stören.
In dieses chaotische Umfeld wird ein Findelkind ausgesetzt. Die rauen Kerle entdecken ihr Vaterherz und vergessen schnell ihre alten Ansichten. Leider sind sie mit der Säuglingspflege ebenso unerfahren wie mit der Hausarbeit. In ihrer Not wenden sie sich an den Pfarrer. Der versteht zwar auch nichts davon, kennt jedoch jemanden, der sich mit so was auskennt. Dieser Jemand ist die junge, hübsche Maralen, welche als Magd auf den Hof einzieht. Sie übernimmt die Hausarbeit und auch mehr oder weniger das Kommando. Und die früheren Weiberfeinde fügen sich willig und es regen sich Frühlingsgefühle.
Dieses ländliche Lustspiel von Maximilian Vitus ist wohl auch ein Klassiker unter den bayerischen Bühnenstücken. Man erinnert sich gerne an die guten alten Zeiten des Komödienstadels, mit herausragenden Volksschauspielern wie Michl Lang, Ludwig Schmid-Wildy oder Maxl Graf. Die Geschichte von den drei eingefleischten Junggesellen, die zusammen mit einer älteren Jungfrau ihren Hof bewirtschaften war damals nicht aus ihrem Repertoire wegzudenken.
Schon einmal im Jahre 1990 hatte die Stadtbühne dieses Stück gespielt, damals noch im oberen Burghof in einer Inszenierung von Christian Höllerer. Schon jahrelang war das Stück immer wieder im Gespräch, schied aber dann wegen der kleinen Besetzung aus, denn es soll jeder, der bei der Stadtbühne mitspielen will, eine Rolle bekommen. Aus dem gleichen Grund kam in den Vorjahren auch der "G´wissenswurm" von Ludwig Anzengruber nie zum Zuge. Durch die Aufnahme von zwei Volksstücken konnte 2003 endlich dieses Dilemma gelöst werden.
Besetzung (alphabetisch):
Christian Forster - Pauli Haldenegger
Veronika Forster - Maralen Lechleitner
Georg Hammerl - Peter Haldenegger
Reinhard Kausler - Girgl Anthuber
Martin Kopp - Juliander Haldenegger
Martina Meier - Die Haslocherin
Konstanze Sommer - Veronika
Musiker:
Rosina Gollwitzer, Josef Gollwitzer, Reinhold Scheck, Alexander Völkl
Kostüme: Evi Schwab
Technik: Johannes Pausch
Regie: Josef Pausch
| Weitere Inszenierungen dieses Stücks: 1990 |

