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Biedermann und die Brandstifter

Drama von Max Frisch

7. Juli bis 7. Oktober 2000
Schloss Friedrichsburg Vohenstrauß
Regie: Berthold Kellner

Sie alle kennen Herrn Biedermann. Was ihn unter freundlichem Verzicht auf besondere Merkmale auszeichnet ist seine rosige Gesundheit, welche in dazu befähigt, nach jeder Katastrophe zu den Überlebenden zu zählen. Gottlieb Biedermann ist ein Mann, der Katastrophen erst ermöglicht, ohne jedoch dafür in irgend einer Weise dafür verantwortlich zu sein - kurz - einer von uns.

In der Stadt, in der Gottlieb Biedermann mit seiner Frau Babette und dem Dienstmädchen Anna lebt, werden seit einiger Zeit Brandstiftungen verübt. Diese laufen alle, wie Biedermann aus den Zeitungen weiß, nach dem gleichen Schema ab:
Ein scheinbar harmloser Hausierer nistet sich zuvor auf den Dachböden ein, deren Häuser den Flammen zum Opfer fallen. Der Fabrikant Biedermann hat selbst panische Angst davor, ein Opfer der Brandstifter zu werden. Er vertritt daher eine sehr harte Position gegenüber den Brandstiftern und verweigert allen Fremden den Zutritt zu seinem Haus. Eines Abends bekommt Biedermann Besuch vom arbeitslosen Ringer Josef Schmitz. Dieser drängt sich förmlich auf und nimmt Biedermann für sich ein, indem er immer wieder von dessen Menschlichkeit schwärmt. Als plötzlich Biedermanns Frau Babette nach Hause kommt, versteckt er Schmitz auf dem Dachboden.
Am nächsten Morgen gelingt es Schmitz wiederum mit sehr viel Geschick auch Babette davon zu überzeugen, dass man ihm Obdach gewähren müsse.
Nach und nach holt sich Schmitz seine Komplizen Eisenring und Dr. phil., selbstverständlich nebst Brandbeschleunigern, ins Haus der Biedermanns.
In seiner Hilflosigkeit hält Biedermann alles für einen Scherz. Als sich Biedermann seiner Situation bewusst wird, hofft er, dass er das Unheil abwenden kann, indem der sich Schmitz und seine Kumpane zu Freunden macht.
„Nachspiel“: Im Vorzimmer zur Hölle verlangt Biedermann entrüstet, in den Himmel zu kommen. Er fordert Wiedergutmachung, denn er sei ein Opfer und in keinster Weise für das Geschehe verantwortlich. Seinen Protest schließt er mit den Worten; „Ich verbitte mit das Getue wegen einer Katastrophe. Katastrophen hat’s immer gegeben!“

Besetzung
Herr Biedermann - Peter Hösl
Babette, seine Frau - Tanja Koller, Monika Höllerer
Anna, ein Dienstmädchen - Teresa Pistory
Schmitz, ein Ringer - Georg Hammerl
Eisenring, ein Kellner - Herbert Wildenauer
Ein Polizist - Ken Kupzok
Ein Dr. phil - Andreas Demleitner
Witwe Knechtling - Monika Höllerer
Meerkatze - Alexandra Weiß

Chor:
Ruppert Grünbauer, Barbara Scharf, Elisabeth Voitenleitner , Ulla Winkler, Ken Kupzok, Alexandra Weiß

Technik: Matthias Nickl
Regie: Berthold Kellner

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